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Museum Ägyptischer Kunst München Frühere Standorte Residenz

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Das Ägyptische Museum in der Münchener Residenz befand sich im sogenannten "Festsaaltrakt". Diesen errichtete Leo von Klenze ab 1832 für König Ludwig I. unter Verwendung älterer Baukörper. Erhalten blieb vor allem der sogenannte "Kaisersaal"-Trakt. Dieser bildet den nördlichen Flügel des mächtigen Vier-Flügelbaus um den "Kaiserhof", den Herzog Maximilian von Bayern zwischen 1612-1616 erbauen ließ. In diesem Zusammenhang entstand ab 1613 auch der Hofgarten.
Die Räume des Ägyptischen Museums befanden sich im Erdgeschoss dieses Baukörpers vom Anfang des 17. Jh., eingebunden in eine Fassade des 19. Jh. Im ersten Stock - über dem Museum - findet man den "Kaisersaal", den "Vier-Schimmel-Saal" und die sogenannten "Steinzimmer" aus der Erbauungszeit.

Der Eingangsraum des Museums, der "Vierschäfte"-Saal, war ehemals Vorraum zur "Kaisertreppe". Er bildete den Auftakt dieser prunkvollen Raumgruppe, in denen der hohe politische Anspruch und Ehrgeiz des Bauherrn und nachmaligen Kurfürsten sichtbaren Ausdruck fand.

Das Kreuzgewölbe des "Vierschäfte"-Saales war ursprünglich ähnlich wie die Gewölbe der Kaisertreppe bemalt. Im "Vierschäfte"-Saal - benannt nach vier Säulen, die das Gewölbe tragen - hat sich von dieser Bemalung nichts erhalten. Nach Westen und nach Osten sind durch historische, steinerne Portale mit Bossierung und Dreiecksgiebeln zwei Raumgruppen zugänglich. Diese wurden vom Museum zur Präsentation der Sammlung und für Sonderausstellungen genutzt.
Die westliche Raumflucht mit der Museumskasse bestand aus einem Gang mit Tonnengewölbe und Stichkappen sowie zwei Sälen. Diese zeigen - wie der Gang - an ihren Muldengewölben mit Stichkappen aufwändigen, heute weiss gefassten Stuck-Dekor vom Beginn des 17. Jahrhunderts. Zusätzlich haben sich in beiden Sälen steinerne Portale mit Segment-Sprenggiebeln und dem vergoldeten Monogramm "MA" erhalten. Diese Teile des ehemaligen Raumdekors lassen vermuten, dass die Räume für eine Nutzung durch den Hausherren - Kurfürst Maximilian I. von Bayern - oder durch seine zweite Gemahlin - Maria Anna von Österreich - bestimmt waren.

In der östlichen Raumfolge - bestehend aus einem Gang und vier Ausstellungsräumen - hat sich kein historischer Raumdekor erhalten.

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