Diese bislang weitgehend unbekannte Sammlung historischer Photographien, die zu den wichtigsten Beständen des Forum Internationale Photographie der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim gehört, beherbergt einzigartige Photographien aus dem 19. Jahrhundert. Die Ausstellung lädt den Besucher ein, in geographischer und thematischer Abfolge nicht nur die Denkmäler Ägyptens, sondern auch „Land und Leute" aus der Sicht der Reisephotographen des 19. Jahrhunderts zu entdecken - ein in jeder Hinsicht aufregender Prozeß!

Zu den Ufern des Nil:
Es geht von Alexandria bis Abu Simbel in Nubien. Wie ein Tourist im 19. Jahrhundert fährt der Besucher beim Betrachten der Bilder den Nil aufwärts und blickt gleichsam mit den Augen des damaligen Reisenden auf Kairo und Gizeh, auf Karnak, Luxor und Edfu, auf Assuan, Philae, Dendur und Abu Simbel - und ebenso in das Tal der Könige. Er sieht monumentale Bauten, die Moscheen, die Pyramiden, den Sphinx, die Pharaonengräber und die großartigen Tempelanlagen, ergänzt um Aufnahmen von „Land und Leuten" sowie einzelner Denkmäler.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von rund 100 Photographien aus dem Konvolut von über 400 Aufnahmen, die der Forscher und Sammler Wilhelm Reiss auf seinen beiden Ägypten-Fahrten 1880/81 und 1888/89 erworben hat. Die Aufnahmen, so berichtet Reiss, spiegeln den "modernen Nil" wider, wie ihn der Reisende damals selbst erlebt hat. Für den heutigen Betrachter, der im Zeitalter des Massentourismus und der Digitalphotographie lebt, umgibt diese Aufnahmen die Aura einer fernen, magischen Welt, die die ältesten Zeugnisse unserer Zivilisation birgt.